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Segmentale Stabilisation

Rückentherapie heute – Der Schlüssel zum Erfolg in der Rückentherapie

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Ein neuheitlicher Ansatz zur segmentalen Stabilisation

Ein neuheitlicher und erfolgsversprechender Ansatz in der Wirbelsäulentherapie beschäftigt sich mit der segmentalen Stabilisation der Lendenwirbelsäule. Der aktuelle Forschungsstand in der Rückentherapie belegt, dass vor dem eigentlichen Krafttraining die segmentale Stabilisation der Lendenwirbelsäule erfolgen muss.
Der tiefliegende Muskel M.transversus abdominis und der M.multifidus lumbalis sind hauptverantwortlich für die Stabilistation der Lendenwirbelsäule. Es handelt sich dabei nicht um große, starke Bewegungsmuskeln, sondern vielmehr um sensible Stell- und Haltemuskeln, die einzelne Wirbelkörper in die biomechanisch richtige Position bringen, um so z.B. die Bandscheibe vor Fehlbelastungen zu schützen.
Das Training des M. multifidus und des M. transversus hat in der modernen Rückentherapie grundlegende Bedeutung. Ein herkömmliches Krafttraining hingegen würde zu diesem Zeitpunkt die Problematik weiter verschärfen.

Reaktivieren der segmentalen Stabilisatoren

Das Training der sensiblen „Stellmuskeln“ ist kein typisches Krafttraining.
Segmentales Stabilisationstraining bedeutet das Üben koordinativ anspruchsvoller Bewegungen, die viele Rückenpatienten bereits verlernt haben. Durch Schonhaltung und permanente Unterforderung sind M. transversus abdominis und M. multifidus lumbalis vrekümmert und in Ihrer Funktion stark vermindert.
Das Wiedererlernen der Ansteuerung und Koordination zur Aktivierung dieser Muskeln ist zum Therapiebeginn der wichtigste Schritt.

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Tiefensensorisches Training versus grobmotorischer Bewegungen

"Klassische" Rückentherapiegeräte bevorzugen einfachste, grobmotorische Übungen im Sitzen und unterstützen die motorische Anspruchslosigkeit der Bewegung durch Fixation des Trainierenden im Gerät.
Hier unterscheidet sich die Bewegungs- und Gerätetechnik des Dr. WOLFF Rückentherapie-Center grundlegend. Die Übungsabläufe zielen hier auf die Aktivierung der tiefliegenden, segmental stabilisierenden Muskeln. Ausgesprochen kleine und koordinativ anspruchsvolle Bewegungen sorgen für die Ansteuerung M. transversus und M. multifidus.

Keine segmentale Kontrolle durch Schmerz u. Bewegungsmangel

Die meisten Rücken-Patienten verfügen über keine segmentale Kontrolle der einzelnen Wirbelsäulenelemente und es kommt zu einer Ausweitung der „neutralen Zone“. Dadurch entsteht eine Instabilität. Unter der „neutralen Zone“ versteht man das natürliche „Spiel“ von wenigen Millimetern zwischen Wirbelkörpern und Bandscheiben, welches durch die Bandstrukturen limitiert wird und in der Beckenmittelstellung ohne Aktivierung der oberflächlichen bewegenden Muskulatur erfolgt.
Eine Reduktion der „neutralen Zone“ auf ihr natürliches Niveau durch Training der tiefliegenden Haltemuskulatur, ist Ziel der Dr.WOLFF Rückentherapie.

Das stabilisierende System

Das „stabilisierende System“ ist ein Zusammenspiel zwischen neuralem Kontroll- und Steuerungssystem, passivem (Knochen, Kapseln, Bänder) und aktivem (muskulärem) System. Die Muskeln werden in globale (Bewegungsmuskeln) und lokale (Stabilisationsmuskeln) unterteilt. Über ein „Rückmeldesystem“ steuert das neurale Kontroll- und Steuerungssystem die Aktivität des aktiven Systems. Bei Rückenschmerzen erfolgt der „Befehl“ zur Ruhigstellung mit ungünstigen Auswirkungen vor allem für die segmental stabilisierende Muskulatur.
Die „rechtzeitige“ Aktivierung und Ansteuerung geht verloren und der Patient kann seine Wirbelsäule auch nach einer Schmerztherapie nicht schnell genug stabilisieren und somit gegen von außen wirkende Kräfte schützen.

Keine rechtzeitige Stabilisation der LWS

Rückenpatienten können die Wirbelsäule nicht rechtzeitig stabilisieren und schützen. Die Haltemuskeln von Rückenpatienten verlieren aufgrund der Schmerzsituation eine für die Wirbelsäule überlebensnotwendige Schutzfunktion. In dem Moment, in dem das Gehirn erkennt, dass eine Belastung auf die Wirbelsäule einwirken könnte (z.B.: Person sieht Ball auf sich zufliegen), aktiviert es die wirbelsäulennahen Stabilisationsmuskeln vorab, um bei der tatsächlichen Einwirkung der Belastung die Wirbelsäule zu tabilisieren und damit  zu schützen. Diese Funktion geht bei Rückenpatienten verloren.